Kooperationen und partnerschaftliche Beziehungen des Instituts für Materialwirtschaft und Logistik

Nationale Beziehungen:

Qualität und Quantität des Lehrangebots sowie anerkannte Ergebniswirksamkeit der Forschungsarbeit des Instituts bewirkten den gezielten Aufbau und die nachhaltige Pflege von partnerschaftlichen Beziehungen mit Lehr- und Forschungseinrichtungen des Hochschulwesens der DDR. Hierzu gehörten beispielsweise
die Arbeitsbeziehungen zur Handelshochschule Leipzig, Universität Rostock, Technischen Hochschule Leuna-Merseburg, Bergakademie Freiberg, Technischen Universität Karl-Marx-Stadt und zur Ingenieurhochschule Zwickau. Diese Kooperationen wurden durch die Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Wirtschaftswissenschaften bei der Akademie der Wissenschaften und der Mathematischen Gesellschaft der DDR bereichert.
Zugleich wurden im Interesse hoher Praxiswirksamkeit von Lehre und Forschung, aber auch zur Erweiterung des Forschungspotentials des
Instituts, Kooperationen mit Forschungseinrichtungen der Wirtschaftspraxis angestrebt und realisiert. Dies bezog sich vor allem auf das Institut für Sekundärrohstoffwirtschaft Berlin, Institut für Leichtbau und ökonomische Verwendung von Werkstoffen Dresden, Institut für Werkzeuge und Vorrichtungen
Karl-Marx-Stadt, Institut für Rationalisierung des Produktionsmittelhandels sowie das WTOZ Landmaschinentechnik.
Zur Absicherung einer hohen Qualität der Lehrarbeit (praxisorientierte Lehrangebote, effektive Betriebspraktika, Gewinnung von Gastdozenten usw.) und empirischen Forschungsbasis sowie zur Umsetzung von Forschungsergebnissen wurde generell eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftspraxis gepflegt. Hierzu gehörte die Zusammenarbeit mit zentralen wirtschaftsleitenden Institutionen (Ministerium für Materialwirtschaft, Zweigministerien, Zentralverwaltung für Statistik usw.) genauso wie mit den Vereinigungen Volkseigener Betriebe, Kombinaten und Betrieben. Für Letztere sind z.B. zu nennen: die VVB Datenverarbeitungs- und Büromaschinen, VVB Bauelemente und Vakuumtechnik, VVB Nachrichten- und Meßtechnik, das Landmaschinenkombinat Neustadt, das Kombinat Agrotechnik, die Kombinate Sekundärrohstofferfassung und Metallaufbereitung, das Berliner Bremsenwerk, das Kabelwerk Berlin-Köpenick, das Robur-Werk Zittau, der Eisen- und Stahlhandel Dresden, Betriebe des Staatlichen Maschinen- und Chemie-Kontors.

Mit dem durch die gesellschaftliche Wende in der DDR verbundenen Wechsel des Instituts in die Wirtschaftspraxis veränderten sich auch die Kooperationspartner. Umfangreiche Aus- und Weiterbildungsverpflichtungen gegenüber oft sehr unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen sowie die konsequent projektgebundene Unternehmensberatung wurden zu tragenden Elementen weitgehend neuer, langfristiger, aber auch zeitlich begrenzter kooperativer Partnerschaften des Instituts.
Beispiele hierfür sind die Arbeits-und Kooperationsbeziehungen mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. So
wurde durch das Institut u.a. die Gründung und weitere Entwicklung der Regionalstrukturen des Bundesverbandes in den neuen Bundesländern wirkungsvoll unterstützt. Dadurch und durch die oftmals langjährige Mitgliedschaft von Vertretern des Instituts in den Regionsvorständen (insbesondere in der Region Berlin/Brandenburg) und sowie anderen Arbeitsgremien des BME wurde der dringend erforderliche Wissenstransfer zur Führung und Organisation der Materialwirtschaft unter den Bedingungen der Marktwirtschaft vorbereitet und erfolgreich seine Umsetzung unterstützt.
Weitere kooperative Arbeitsbeziehungen bezogen sich u.a. auf die Industrie-und Handelskammern Berlin, Potsdam, Rostock, das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft (Nord und Sachsen), die Deutsche Gesellschaft für Logistik/Bundesvereinigung Logistik, das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern/Bereich "Maritime Industrie", die Arbeitsgemeinschaft Industrielle Forschungsvereinigungen (AIF), den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft, den Bundesverband mittelständische Wirtschaft, das Fraunhofer-Institut für Materialfluß und Logistik, die Deutschen Waggonbau AG, die AEG Schienenfahrzeuge Hennigsdorf, das GerätewerkTreuenbrietzen, die Dethloff Maschinenbau GmbH Neubukow, die Scandlines GmbH Rostock, der Metall- und Stahlbau GmbH Carlow, die Hanseatische Energieversorgung AG-HEVAG-/Energie Nord AG-edis-, die KGW Schweriner Maschinenbau GmbH, die Projektlogistik GmbH Wildau und ALMA MATER Consulting Berlin GmbH.

 

Internationale Beziehungen:

Ob als Hochschulinstitut oder als Institution der Wirtschaftspraxis, die erfolgreiche Initiierung und Pflege von internationalen Beziehungen war stets auf die Gestaltung projektkonkreter Bildungs- und Forschungskooperationen ausgerichtet.

Ergebnisbeispiele internationaler Zusammenarbeit des Instituts sind:

- die deutsch-polnischen Monographien zu wichtigen Entwicklungsaufgaben einer modernen Materialwirtschaft, wie z.B. zur Sekundärrohstoffwirtschaft
- die spezielle Aufbereitung und Herausgabe des Hochschullehrbuchs "Die Materialwirtschaft der DDR" in der UdSSR und der Tschechoslowakei -
  in engster Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Moskau und Prag
- die personelle Unterstützung des Karl-Marx-Instituts Luanda bezogen auf das UNIDO-Projekt "Entwicklung der Lebensmittelindustrie in Angola"
- der Einsatz von Hochschullehrern und Dozenten/-innen des Instituts in Algerien, Angola, Mosambik, der Ukraine und in Russland
- die publizierten Ergebnisse der Forschungskooperation mit dem Wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Ökonomik und Organisation der
  materiell-technischen Versorgung Moskau zur materiellen Stimulierung der Absatz-und Versorgungsbeziehungen von Industrieunternehmen sowie
  zur damit verbundenen Kennziffernarbeit
- die Zusammenarbeit mit ukrainischen Wissenschaftlern bei der Konzipierung und Einrichtung eines Lehrstuhls für Logistik an der Hochschule für
  Ökonomie in Ternopil
- die aktive Mitgestaltung der kontinuierlich durchgeführten Internationalen Symposien auf dem Gebiet der Materialwirtschaft der Länder des Rates für
  Gegenseitige Wirtschaftshilfe.

Die internationalen Beziehungen des Instituts für Materialwirtschaft und Logistik waren institutionell vor allem ausgerichtet auf die Wirtschafts-Universität Budapest, die Hochschule für Planung und Statististik/Szkola Glowna Handlowa Warschau, die International Society for Inventory Research, die Wirtschafts-Universität Wien-Institut für Unternehmensführung, die Presidential Academy of National Economy and Public Administration Moskau, das Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Ökonomik und Organisation der materiell-technischen Versorgung Moskau, die Hochschule für Ökonomie Prag, die Bulgarian Logistics Association, das Institut für Volkswirtschaft "G.W. Plechanow" Moskau, die Immanuel Kant-Universität und das Deutsch-Russische Haus Kaliningrad, das Instytut Logistyki i Magazynowania Poznan, die Hochschule für Ökonomie/University of National and World Economy Sofia, die Hochsschule für Ökonomie Varna, das Finanzökonomische Institut St.Petersburg/Leningrad und die National Academy of Public Administration Hanoi.